Human Resources: Herz und Seele Ihrer Firma

Sind Mitarbeiter/innen tatsächlich Herz und Seele der Unternehmen?
So sollte es sein!

Human Resources

In schöner Regelmässigkeit integriert die deutsche Sprache Anglizismen. "Human Resources" ist aus dem deutschen Geschäftssprachgebrauch nicht mehr auszulöschen. Weshalb wir falsche Begriffe in unsere Sprache importieren bleibt ein Rätsel. Ressourcen sind Mittel, mit denen man - unter anderem - Ziele erreicht.

Mittel sind technischer Natur. Und genau hier liegt der Punkt: Menschen sind keine Mittel. Sie sind der Gegenstand, der Zweck und der Sinn eines Unternehmens. Der Sinn eines Unternehmens ist es, einen Gewinn zu erzielen, nachdem die Gehälter der Mitarbeiter und des Managementsverdient worden sind. Die chronologisch absolut erste Aufgabe eines Unternehmens ist also niemals die Rendite an sich, sondern die Generierung des notwendigen Gegenwertes, um das Einkommen für die Existenzen der Mitarbeiter und der Geschäftsführung sowie deren Familien zu erzielen. Die Human Resources, die Ihren Betrieb bevölkern, sind der Kern und der Sinn Ihrer Unternehmung. Bleiben bei diesem Unterfangen keine Überschüsse, das heisst keine Mittel zur Reservebildung und zur Gewinnverteilung übrig, dann sind Spar- und Optimierungsmassnahmen angesagt.

Der Fluch der letzten Jahre

Mit der Herabstufung der Menschen zu Ressourcen geht auch automatisch eine Herabminderung ihrer Bedeutung im Kern der wirtschaftlichen Tätigkeit einher. Der Mensch wird auf die gleiche Stufe gestellt wie die Produktionsmittel, die finanziellen Grundlagen oder die Kommunikationsträger. Das ist falsch.

Aus der Sicht der Geschäftsleitungen ist das Personal eine austauschbare Masse, der soziale Bezug und die soziale Verantwortung eines Patrons verschwinden zusehends.

Reorganisationitis

  • Es wird an Organigrammen und Stellenprofilen herumgeschraubt bis Betroffene entnervt kündigen. Sie finden sich vor Aufgaben und Verantwortlichkeiten gestellt, für die sie weder eingestellt noch ausgebildet wurden. Wer Fähigkeiten und Optionen hat, nutzt diese für eine neue Herausforderung! Wer Fähigkeiten und keine Optionen (Alter oder andere Gründe) hat, geht in die innere Kündigung!

So verlieren viele Unternehmen ihre Seele und damit ihre innere Identität. Wenn die Mitarbeiter die Essenz der Firmenkultur aus dem Missionsstatement der firmeneigenen Website ablesen müssen, ist definitiv etwas falsch.

Reorganisationitis als Symptom

Wandel ist das Salz des Lebens. In der Tat ist der Wandel ein Gesetz der Natur. Das Umfeld verändert sich ständig - wer sich nicht anpassen kann, bleibt stehen oder geht unter. Wandel ist für moderne Unternehmen und solche, die modern bleiben wollen, eine tägliche Herausforderung. Eine, die auch Spass machen kann und uns bis ins hohe Alter jung hält.

Da aber in den letzten Jahren die Menschen in den Unternehmen zur austauschbaren Manipulationsmasse geworden sind, konzentriert sich der Wandel oft auf von oben verordnete "Reorganisationen" auf der Personalstufe.

Wenn in Betrieben ständig und unablässig "reorganisiert" wird und buchstäblich jedermann permanent um seine Stelle bangen muss, dann sind mit Sicherheit etliche Arbeitsabläufe und / oder Strukturen im Unternehmen falsch. Diese Art von Changemanagement lässt sich anhand folgender Irrtümer und Fehler leicht erkennen:

Die Hitliste der Reorgansitionsfehler

  • Kostenkosmetik: Investitionen in die Prozessoptimierung rentieren meistens erst mittel- und langfristig, die Kosten fallen jedoch häufig unmittelbar an. So ist es kurzfristig billiger, das Personalkarrusell in Schwung zu halten. Die Würger vom Dienst haben einen Tunnelblick durch die Finanzbrille und / oder fehlendem Weitblick für eine kontinuierliche Prozessoptimierung.

  • Die Probleme werden personifiziert: Anstatt die eigentlichen Arbeitsabläufe zu optimieren, werden einfach Zuständigkeiten und Kompetenzen umverteilt. Die Probleme werden nicht gelöst, sondern festgemacht an Individuen oder Gruppen.

  • Schwarz-Peter-Spiel: Anstelle von Lösungen sucht man Schuldige.
  • Traumziel anstatt Realziel: Die Reorganisation orientiert sich an einem Idealzustand und nicht am optimal Möglichen.

  • Verbesserungsresistenz: Die Manager ignorieren alle Hinweis und Tipps von "unten". Verbesserungs- sprich Optimierungs-Vorschläge werden gar nicht zur Kenntnis genommen, unterdrückt oder belächelt.

So verlieren viele Unternehmen ihre Seele und damit ihre innere Identität.

Die Mitarbeiter als Quelle der Optimierung

Das Know-how, was besser, schneller, effektiver gemacht werden kann, liegt zu mehr als 80% im eigenen Mitarbeiterstab verborgen. Niemand kennt die Missstände, das Optimierungspotential in Ihrem Betrieb besser.

Externe Beratung löst sofort Probleme - auch psychologische

Als Berater kann ich dieses Potential innert kürzester Zeit mit wenig Aufwand sichtbar machen und mit meinen Erfahrungen aus vielen Unternehmen potenzieren. Das Umsetzen der daraus erarbeiteten Massnahmen wir in der Regel durch die eigenen Mitarbeiter/innen getragen und kann durch diese selbständig (ev. mit einem Neeser-Coaching) umgesetzt werden. Kostenintensive externe Reorganisationsübungen mit entsprechender negativer Publizität entfallen. Und Ihre Human Resources werden wieder zu dem was sie sein sollten: Leistungsbereite, begeisterte, loyale Menschen, die tatkräftig am Erfolg der Firma mitarbeiten.

Sexagon

Kontakt Neeser Prozess- & Informatik Beratung

 

Modulare Beratung – Unser Angebot

Unsere Art der Beratung ist modular aufgebaut. Ganz nach Ihren Bedürfnissen umfasst unsere Beratung Ihr ganzes Projekt oder wichtige Teilbereiche davon. In vielen Fällen ist die externe Beratung ein Glücksfall. Profitieren Sie von der Erfahrung ausgewiesener Experten bei

  • Projektstart
  • Risikofragen
  • Prozessoptimierung
  • Teambildung und –Coaching

Darüber hinaus übernehmen wir auch ganzheitliches Projektmanagement. Diese modulare Form der Beratung sichert Ihnen eine optimale Nutzung der besten Ressourcen zu vertretbaren Kosten in jeder Phase des Projekts.

Buch-Empfehlung:

Leitfaden zum ERP-
Projekt-Management in KMU

Gemeinsam mit mag. iur. Maria Winkler habe ich vor kurzem eine Handlungsanleitung für ERP-Projekte verfasst. Dieses Buch ist Bestandteil der Serie "Best Praxis Experts", herausgegeben von BPX Editions, Rheinfelden. Es wurde anlässlich der TopSoft 2011 in Zürich erstmals vorgestellt.

Der Leitfaden enstand als Kondensat meiner langjährigen Erfahrung im Bereich des ERP-Managements. Reduziert auf 68 Textseiten stellen wir in methodischen Schritten die Gefahren und Erfordernisse des Projektmanagements im KMU-Bereich dar. Das Buch umfasst Checklisten für viele Situationen und weist den Weg für die richtige Struktur und Systematik. Es zeigt die innere Logik von Abläufen auf und weist auf psychologische Hürden und Schwellen hin.

CHF 30.–
Bruno Neeser und Maria Winkler
ISBN 978-3-905413-15-1Â